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Grollkehle und die Sturmwanderer - 01

Grollkehle hinkte hinter seinem Jagdtrupp her. Seine Seite schmerzte, die Verkrüppelung hielt ihn aber nicht auf, sein Wille trieb ihn voran. Kein Schmerz würde ihn hindern Dinge zu tun. Der Ork Schamane war in einer Schuppenrüstung gekleidet, ein Schild auf dem Rücken, ein Kriegshammer und ein Hammer an seiner Seite, nutzte er einen Stab um sich abzustützen. Doch das waren nicht seine Waffen, seine Waffe war sein Glaube und der Gott des Sturms der ihn stark machte. Er grunzte. Das tat er oft. Seine Stimme war rau. Er schaute nach vorne zu Onkatha, dem Prachtweib. Ihn störte es nicht das sie Waffen trug. Wenn er ihr Kinder machen wird darf sie sich an ihren Bogen klammern und seinen Namen in die Nacht hinaus schreiben. Sie war ein kluges Weib, stark und robust. Ihre fellbehangene Lederkleidung ließ sie größer wirken. Neugierig verfolgte sie die Spur auf dem Boden der sie nun seit einiger Zeit folgten. Ein Huftier. Essen. Kampf. Ruhm. Ein guter Tag. Neben den Beiden stampfte Rorok der Krieger. Er war einige Zeit mit einem Kampftrupp unterwegs und ist nun wieder da. Warum sagte er nicht. Einem der zu oft gefragt hatte hat Rorok die Nase in den Schädel geschlagen. Man fragte also besser nicht. An seiner Kraft konnte es nicht liegen. Die zusammengeflickte Kettenrüstung schepperte ebenso laut wie sein Axt und sein Schild. Grollkehle grunzte wieder, wehe er würde es wagen sich auf Onkatha zu legen. Dann wird er ihn brennen lassen...

 

Onkatha blieb stehen, schaute auf den Boden, Kampfspuren. Ihre Beute ist zur Beute geworden. "Ein großes Tier" sagte Sie. Grollkehle schaute sie herausfordernd an "Und?" . "Möglicherweise ist es stark!" antwortete sie. Grollkehle grunzte wieder und stapfte den Spuren weiter nach. Hatte er sich in ihr getäuscht? War sie schwach und weich? Doch sie folgte. Gehorsam. Genau wie Rorok. Beide überholten ihn wieder, er beeilte sich. Ihnen über die rauen Hügel des Landes Thar zu folgen. Dornenbüsche waren die einzige Vegetation, der Wind pfiff kalt über die Hügel. Beute, Feuer, Ruhm, Essen. Es würde ein guter Tag werden. Grollkehle schaute hinauf in den Himmel, suchte nach einem Sturm, doch es kam keiner. 

 

Onkatha konnte der Beute bis zu einer Höhle folgen. Zwischendurch war das Huftier nicht mehr über den Boden geschleift worden. Es wurde getragen. Grollkehle behielt seine Gedanken für sich. Es musste etwas großes sein. Am Eingang der Höhle bückte sich, hob einen Pfeil auf. Weißes Holz, weiße Federn...."Elfen" keuchte sie. Grollkehle mochte ihren Zorn auf das schwächliche Volk. Er folgte ihr in die Höhle. Ihre Augen gewöhnten sich rasch an die Dunkelheit. Grollkehle schaute sich um, sah Knochen auf dem Boden. Orks....Elfen...Rüstungen.... Es musste lange her sein. Doch jetzt war keine Zeit für Untersuchungen dieser Art. Jetzt galt es zu jagen. Ein Platschen aus einem weiteren Raum weckte ihre Aufmerksamkeit. Sie folgtem diesen Geräusch. Eine Höhle mit Säulen. Onkatha ging voran, sie teilten sich auf. Und es kam wie es kommen musste. Rorok war zu laut und lockte das Wessen an. Ein Drache! Sehr klein, mit einem Horn. Nunja, was war schon klein. Dieses Tier war gute 3 meter lang ohne seinen Schwanz. Onkatha began das Tier mit einem Pfeil zu spicken. Grollkehle versuchte es mit dem Segen seines Gottes anzuzünden, aber der Drache konnte ausweichen. Grollkehle schnaubte, es ist auch eine dumme Idee einen Drachen anzünden zu wollen dachte er sich. Der Drache griff die Truppe an. Rorok stellte sich dem Wesen in den Weg, bearbeitete es mit seiner Axt. Während Onkatha eine neue Feuerposition suchte griff auch Grollkehle an, schlug mit seinem Kriegshammer zu und fügte dem Wesen ebenfalls eine tiefe Wunde zu. Der Drache selber konnte Rorok einen ordentlichen Biss versetzen, doch dieser rappelte sich wieder auf. Grollkehle kämpfte erstaunlich effektiv wenn man bedenkt wie verkrüppelt sein Arm und sein Bein sind. Er blockte Hieb um Hieb des Schwanzes ab, und als Onkatha einen weiteren Pfeil in den Kopf des Wesens jagte sprang er auf dessen Rücken, und schlug diesen mit seinem Hammer so tief in den Kopf das er zum Auge wieder austratt. 

Onkatha war aufgeregt. Zurecht. Ein würdiges Opfer. Gute Beute. Ein guter Kampf. Grollkehle bekam Hunger. Er wollte dieses Tier essen, während Onkatha schon überlegte was sie davon tauschen könnte. 

 

Grollkehle hier inne, spürte etwas, drehte seinen Kopf und sah ein Orkweib, alt, in einem Durchgang stehen. Er fixierte sie an. Sie hatte dunkle Augen, und prächtige Gewänder an. Während er sie anstarrte, unschlüssig was er tun sollte, nur wenige Augenblicke, da verblasste sie....

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